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Veranstalter: EUROSOLAR e.V.; Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Kontroverse Debatten zum Weißbuch, aktuelle Einschätzungen zur Marktentwicklung, kritische Auswertungen der Ausschreibungspiloten sowie Beiträge zur zunehmenden Bedeutung der europäischen Energiepolitik: das waren die Schwerpunkte des diesjährigen Symposiums in Berlin, das von über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessiert verfolgt wurde. Die erfolgreiche Veranstaltung machte erneut deutlich, dass eine konsequente Energiewende gegen erhebliche Widerstände erkämpft werden muss.

Symposium 2015 1 

Lesen Sie hier unsere Pressemitteilung zur Eröffnung des Symposiums in Berlin.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die Konfrontation zwischen Staatssekretär Rainer Baake und EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo. Die Debatte machte deutlich, dass die Zielsetzung des BMWi, die Erneuerbaren Energien mit aller Macht in einen von Subventionen völlig verzerrten Markt integrieren zu wollen und über Ausschreibungsmodelle „wettbewerblich zu gestalten“, einer Abschaffung des EEG und seiner Errungenschaften durch die Hintertür gleichkommt. Dadurch wird die Energiewende massiv ausbremst. Fabio Longo stellte mit den Grundzügen von #NEMO den Gegenentwurf einer Neuen Energiemarktordnung vor, wie er auch im jüngsten EUROSOLAR-Memorandum dokumentiert wurde.

Die Befürchtung eines Abwürgens des EE-Ausbaus und das Verfehlen der ohnehin zu geringen Ausbauziele bestätigte sich in der Folge auch in den Beiträgen von Sandra Rostek vom Fachverband Biogas e.V. sowie von Carsten Körnig von BSW-Solar. Welche Fallstricke Ausschreibungen bereithalten und welche Milderungen die Bundesregierung in Bezug auf Ausnahmetatbestände zur Erhaltung der Akteursvielfalt in Aussicht stellen, zeigten Jens Vollprecht (BBH) und Marcel Keiffenheim (BBE e.V.) auf.

Das auch der Vorstoß der Europäischen Kommission zur Schaffung einer Energieunion mit Vorsicht zu genießen ist, stellten die Beiträge von Martina Werner, Mitglied des Europäischen Parlaments sowie der pointierte Beitrag von Stephan Grüger, MdL heraus. Die Energiewende in den Staaten der Europäischen Union werde, so Grüger in Anlehnung an ein Zitat von Hermann Scheer, entweder dezentral oder gar nicht stattfinden. Er machte deutlich, dass der vorliegende Entwurf für eine Energieunion denkbar ungeeignet sei, um in den Mitgliedsstaaten eine Energiewende zu unterstützen oder auch nur anzuregen. Vielmehr bedürfe es grundlegender Änderungen in der Politk der Kommission, wie etwa die überfällige Beendigung der ausufernden Subventionierung fossiler und atomarer Kraftwerke sowie EURATOM. Auch die Frage, ob Ausschreibungen aus europarechtlicher Sicht geboten und unumgänglich seien, wie es das BMWi behauptet, wurde dezidiert in Frage gestellt.

Auch in der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer, Eva Bulling-Schröter, Oliver Krischer und Josef Göppel sowie dem Vizepräsidenten von EUROSOLAR und Landtagsabgeordneten Stephan Grüger wurde klare Kritik an den Ausschreibungsplänen geäußert und davor gewarnt, ihre Umsetzung voreilig zu akzeptieren. Denn deren Tauglichkeit konnte längst noch nicht unter Beweis gestellt werden. Vielmehr würde neben der Akteursvielfalt auch der weitere Ausbau leiden und somit in der Konsequenz auch die Notwendigkeit, den Strommarkt tatsächlich den Erfordernissen der Erneuerbaren Energien anzupassen.

Abschließend danken wir ganz herzlich unseren Partnern und Unterstützern, allen voran dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei unseren Referentinnen und Referenten sowie den engagierten Abgeordneten unserer Podiumsdiskussion und dem diskussionsfreudigen Publikum.

Einige Impressionen:

Praxis der Energiewende 2015

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Programm

pdf small Programm des Symposiums "Praxis der Energiewende" am 29.09.15

 

Veranstaltungsort

anfahrtVertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Mohrenstr. 64
10117 Berlin

Weitere Informationen zur Anreise mit der Bahn oder dem PKW finden Sie hier.

Bitte beachten Sie: Keine Parkmöglichkeiten in direkter Umgebung vorhanden!



 Veranstalter

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Mit freundlicher Unterstützung von:

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Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Tobias Jaletzky

EUROSOLAR e.V.
Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
Kaiser-Friedrich-Straße 11
53113 Bonn
Tel. 0228 / 289 1448 und 362375
Fax 0228 / 361279 und 361213
E-mail: symposium[at]eurosolar.de

 

 

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung 2019

"Ohne beschleunigte Energiewende ist kein ernstzunehmender Klimaschutz möglich"

Energiebedingte Emissionen machen aktuell rund 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus. Das zeigt: Ohne sofortige Energiewende mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist ernstgemeinter Klimaschutz unmöglich. Der Vorstand und die Mitglieder der deutschen Sektion von EUROSOLAR e.V. fordern daher von der Bundesregierung die dringend notwendige, beschleunigte und ambitionierte Nutzung Erneuerbarer Energien. Nicht nur, um alles Leben vor den Folgen einer ungebremsten Klimaveränderung zu schützen, sondern auch, um den technologischen wie sozialen Fortschritt in Deutschland voranzubringen und als Vorbild für andere Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländer zu dienen.

Lesen Sie die gesamte Resolution

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