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Am 27. September war EUROSOLAR bei der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Berlin zu Gast – gemeinsam mit prominenten Gästen. Neben den Vorständen und Wortführern der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien waren Prominente aus der Welt der Erneuerbaren eingeladen, um ihre Fokus-Positionen für ein erneuerbares Europa vorzustellen. Prof. Droege und Irm Scheer-Pontenagel begrüßten die Gäste, bevor FES-Vorsitzender Kurt Beck das Wort ergriff.

„Wir haben eine Menge von Hermann Scheer gelernt und übernommen, was heute selbstverständlicher Teil unseres Programms ist“, machte der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident deutlich. Wenn in Phasen, in denen die traditionelle Energieversorgung nicht zur Verfügung stand, die Lichter nicht wie zuvor behauptet ausgingen, sei das ein Zeichen dafür, dass die Angstmache, die Welt gehe unter, wenn man eine ökologische Wende in der Energiepolitik herbeiführe, unberechtigt sei und ersetzt werden müsse durch konsequente und vernünftige politische Entscheidungen, so Beck.

Ihm folgte der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer: „Man kann an EUROSOLAR nicht denken und 30 Jahre feiern ohne Hermann Scheer“, so Töpfer. Hermann Scheer konnte Kritik gut vertragen und weiterverwerten, auch deswegen denke er gern an ihn zurück. Applaus erntete der ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen für seine Forderung nach einem Moratorium für den Hambacher Forst – zumindest solange, wie die Kohlekommission tage. Daraufhin warb er für mehr Offenheit bei der Suche nach Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels.

Sozial- und Solarunternehmer Jeremy Leggett war der nächste, der seine Position zu einem Europa der Erneuerbaren Energien darlegte. In seinem Vortrag „Fossil peaking, Solar tipping and so on“ arbeitete er heraus, dass sowohl die Möglichkeiten als auch die Gefahren der Energieversorgung in Billionen Dollar gemessen werden können. Ein Großteil der gebotenen Möglichkeiten, so der Experte, werde durch spektakuläre, kostendeckende Megatrends getrieben, die von den meisten unterschätzt würden.

Harry Lehmann, Fachbereichsleiter im Umweltbundesamt und Executive Director des WCRE, machte ihn seinem Vortrag deutlich, dass die Wahl der Technologie großen Einfluss auf die Rohstoffnachfrage habe und Effizienzsteigerungen deshalb vorangetrieben werden sollten. Der systemische Ansatz sollte auf politischer Ebene diskutiert und umgesetzt werden. Ihm folgte der Atom- und Energieexperte Mycle Schneider, der für die Gäste einen Blick hinter die Mythen der Atomenergie warf.

Im nächsten Teil des Symposiums sprachen EUROSOLAR-Präsident Peter Droege und Vizepräsident Stephan Grüger, MdL. Sie stellten die Position der Organisation für ein erneuerbares Europa heraus und präsentierten die von EUROSOLAR konzipierte Energiemarktrahmenordnung. Anschließend kamen die Sektionsleiter der EUROSOLAR-Sektionen aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien und der Türkei zusammen und stellten die Aktionen in ihren Ländern vor.

Nach einer weiteren Pause eröffnete die Energierechtlerin Dörte Fouquet mit ihrem Vortrag „Für eine erneuerbare Verfassung“ den parlamentarischen Abend. Sie diskutierte mit den Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der Linken. Nach einer Zusammenfassung durch Peter Droege klang der Abend bei gutem Essen und einer Multimedia-Präsentation in lockerer Atmosphäre aus.

Wir bedanken uns bei allen Referentinnen und Referenten für ihre Beiträge und bei der Friedrich-Ebert-Stiftung für ihre besondere Gastfreundschaft.

Den vollständigen Bericht finden Sie im Solarzeitalter 04/2018.

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Resolution der Mitgliederversammlung

Resolution der Mitgliederversammlung 2019

"Ohne beschleunigte Energiewende ist kein ernstzunehmender Klimaschutz möglich"

Energiebedingte Emissionen machen aktuell rund 85 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen aus. Das zeigt: Ohne sofortige Energiewende mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist ernstgemeinter Klimaschutz unmöglich. Der Vorstand und die Mitglieder der deutschen Sektion von EUROSOLAR e.V. fordern daher von der Bundesregierung die dringend notwendige, beschleunigte und ambitionierte Nutzung Erneuerbarer Energien. Nicht nur, um alles Leben vor den Folgen einer ungebremsten Klimaveränderung zu schützen, sondern auch, um den technologischen wie sozialen Fortschritt in Deutschland voranzubringen und als Vorbild für andere Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländer zu dienen.

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Aktuelle Artikel aus dem Solarzeitalter

  • Editorial 2 - 2020

    „Politische Konzepte zur Mobilisierung EE müssen (deshalb) die volkswirtschaftlichen Vorteile in einzelwirtschaftliche Anreize übersetzen. Diese Vorteile – und damit die eigenen volkswirtschaftlichen Spielräume für einen Energiewechsel – gehen aber verloren, wenn EE aus anderen Ländern importiert würden, wo sie kostengünstiger produziert werden könnten.Volks- und regionalwirtschaftliche statt isolierter betriebswirtschaftlicher Kalkulationen müssen deshalb der Maßstab für Transformationsstrategien sein.“

    Hermann Scheer (1944 – 2010)

  • Interview mit Uwe Leprich

    Interview erschienen im Solarzeitalter 2 - 2020

    Seit der Verabschiedung des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 wird dieses als Fördergesetz Erneuerbarer Energien im Rahmen von Novellierungen angepasst. Das ist notwendig und richtig so, allerdings haben wechselnde Regierungen und politische Einflussnahmen das Ursprungsgesetz bürokratisch überfrachtet und seine Wirksamkeit zur Einführung EE ins Gegenteil verkehrt.

  • Energiewende am Wendepunkt? Die EEG-Novelle 2021

    Beitrag von Nina Scheer, MdB, erschienen im Solarzeitalter 2 - 2020

    Mit der unter Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier entstandenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird die Energiewende an einen Wendepunkt gestellt: Geht der Gesetzentwurf in seiner vom Bundeskabinett verabschiedeten Form durch, wird ab 2021 der schleichende Ausstieg aus der Energiewende eingeleitet. (Ab) 2021 wird dann mehr installierte Leistung verloren gehen, als ausgebaut wird. In diesem Sinne bedarf es umfangreicher Änderungen, für die sich die SPD Fraktion im Parlamentarischen Verfahren einsetzt.

  • CCS - Carbon Capture and Storage: Aber wohin mit dem CO2?

    Artikel von Ulf Bossel, gekürzt erschienen im Solarzeitalter 2 - 2020

    Mit den drei Buchstaben CCS soll die Energiewelt verändert werden [1, 2, 3, 4]. „Carbon Capture and Storage“ beherrscht die Diskussion zur zukünftigen Stromversorgung mit Kohle. Würde das bei der Kohleverbrennung entstehende Kohlendioxid vom Rauchgas getrennt und entsorgt, würde Kohle zu einem sauberen Energieträger – so das Wunschdenken. Von „clean coal“ ist die Rede, von der Nachrüstung aller Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidern, vom sauberen Kohlestrom für die nächsten Generationen und, wie sollte es anders sein, von riesigen Investitionen in eine "nachhaltige" Zukunft.

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